17/08/2015

Erbrecht: Umstellung auf das Rechts des letzten gewöhnlichen Aufenthaltes

Nach bisherigem deutschen Recht war für einen Erbfall das Recht des Staates, dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes angehörte maßgeblich. War der Erblasser Deutscher, galt also bisher deutsches Erbrecht.

Aufgrund der Europäischen Erbrechtsverordnung ist für Erbfälle seit dem 17.8.2015 nun grundsätzlich das Recht des Staates, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte, anzuwenden. Wer seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland hat, aber dennoch will, dass im Falle seines Todes das Erbrecht des Landes anwendbar ist, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt, muss künftig durch Verfügung von Todes wegen (Testament oder Erbvertrag) eine entsprechende Rechtswahl treffen.

Zu beachten ist dabei, dass ausländische Vorschriften erheblich von den deutschen erbrechtlichen Regelungen abweichen und im Einzellfall sogar völligen Unwirksamkeit einer bereits getroffenen Nachlassplanung können. So erkennen beispielsweise zahlreiche Länder die in Deutschland verbreiteten gemeinschaftlichen Testamente und Erbverträge nicht oder nur teilweise an. Gerade wer einen Wohnsitzwechsel ins Ausland plant oder bereits seinen gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb Deutschalnds hat sollte daher dringend prüfen, ob für ihn eine Rechtswahl zweckmäßig ist.

 

 


13/11/2012

Tag der offenen Tür

Ein Erbfall führt oft zu familiärem Streit. Allerdings lässt sich durch rechtzeitige Information und fachkundigen Rat der Streit ums Erbe meist vermeiden. Informationen aus erster Hand bietet der Tag der offenen Tür der Notariate in der Metropolregion Nürnberg mit dem Themenschwerpunkt Erbrecht, der am 14. November 2012 ab 16.00 Uhr stattfindet. Natürlich werden auch wir uns am Tag der offenen Tür beteiligen. Auf dem Programm stehen unter anderem Kurzvorträge zur Erbfolgegestaltung. Um Ihnen ein möglichst individuelles Programm ohne Wartezeiten zu bieten, können Sie sich gerne telefonisch (09131/8964-0) zu einem der Vorträge anmelden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


1/01/2012

Zentrales Testamentsregister in Betrieb genommen

Wer ein Testament macht, muss sich darauf verlassen können, dass es beim Erbfall auch wirklich eröffnet und beachtet wird. Um dies zu gewährleisten wurde am 1. Januar 2012 das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer in Betrieb genommen. Durch dieses Register wird sichergestellt, dass alle notariellen Testamente und Erbverträge im Todesfall schnell und sicher aufgefunden werden. Die entsprechende Registrierung wird von uns künftig automatisch im Anschluss an die Beurkundung vorgenommen.


1/10/2010

Wechsel Notar Dr. Odersky nach Dachau, Notar Stefan Braun wird Nachfolger

Herr Notar Dr. Felix Odersky hat sich zu unserem großen Bedauern entschieden, in seine Münchner Heimat zurückzukehren. Seit 1. Oktober 2010 ist er Notar in Dachau. Notar Dr. Christoph Giehl und alle Mitarbeiter danken ihm für die mehr als 10-jährige äußerst angenehme, freundschaftliche und fruchtbare Zusammenarbeit. Wir wünschen ihm und seiner Familie einen guten Start an seiner künftigen Wirkungsstätte. Wir freuen uns, dass Dr. Odersky trotz seiner neuen Aufgabe und den vielen weiteren Ämtern und Tätigkeiten, darunter als Vorstandsmitglied des Bayerischen Notarvereins und des Deutschem Notarvereins, unserem Büro weiterhin verbunden bleiben wird.

Gleichzeitig sind wir stolz darauf, dass es uns gelungen ist, ebenfalls bereits zum 1. Oktober 2010 Herrn Notar Stefan Braun, LL.M. und Maître en droît, als Amtsnachfolger zu gewinnen. Notar Braun studierte Rechtswissenschaften in München, Paris und London. Vor seiner Ernennung als Notar in Erlangen war er zuletzt in München tätig. Notar Braun ist mit seiner Familie bereits nach Erlangen umgezogen.

Die Betreuung der von Notar Dr. Odersky bisher bearbeiteten Verträge und Mandate wird Notar Stefan Braun in gewohnter Weise fortführen.

Notar Stefan Braun

Notar Stefan Braun